Die Pietseite - aus dem Leben eines Ridgies

September 2025

Hinweis: Die Erlebnis-Seiten werden immer oben fortgeschrieben. Daher stehen die jeweils ältesten Einträge immer unten auf der Seite.

Di., 30.09.25

Um ca. 05:15 Uhr ist die Chefin aufgestanden. Der Chefe, der ist eher so eine Schlafmütze, das habe ich schon raus. Na jedenfalls hat die Chefin mich einmal in den Garten zum pieseln gelassen und mich dann wieder in mein Bett im Schlafzimmer gesteckt. Von all dem hat mein Chefe gar nix mitgekriegt.
Um halb Acht hat dann irgendwas so ein komisches Geräusch gemacht und siehe da, der Chefe ist aufgestanden. Erst hat er mit mir gespielt, dann ging es wieder in den Garten. Ich muss mal sehen, wie ich so ein ähnliches Geräusch hinkriege, vielleicht fällt er ja darauf rein und steht dann früher auf.

Dann hat er sich angezogen (ich glaube, das machen die Menschen, weil sie sonst fürchterbar frieren, die haben ja Fell nur auf dem Kopf und höchstens noch etwas im Gesicht). Ich finde das ja grundsätzlich überflüssig. Sei's drum, er ist dann jedenfalls mit mir losgegangen.

Heute habe ich es dann geschafft, mit dem großen Geschäft zu warten, bis wir in den Feldern waren. Bisher habe ich das immer auf der Straße erledigt. Ja, und in den Feldern, was soll ich sagen, die waren gar nicht wiederzuerkennen. Das war nämlich volle Lotte neblig da draussen.

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Voll nebulös alles, nix zu sehen!


Wir haben auch eine (sogenannte soziale) Begegnung gehabt, einen Hund namens Scotch, der durfte aber nicht von der Leine und so haben wir uns nur einmal kurz beschnuppert. Und dann ging es ja auch schon wieder nach Hause. Da war es zuerst auch spannend. Erstmal gab es Futter. OK. Das ist ja noch normal. Das habe ich dann wie immer inhaliert (sagt jedenfalls die Chefin, ich weiß gar nicht, wie sie das meint).
Aber dann. Im Wohnzimmer steht ein großer Kübel, in dem sich kleinere Holzstückchen befinden. Das scheint Unrat zu sein, jedenfalls wird das Zeugs in so einem komischen Schrank verbrannt. Egal. Ich habe mir jedenfalls ein paar davon zum Ankauen geschnappt und überall im Raum verteilt. Hei, das war lustig, der Chefe hat nämlich versucht, mir die Teile wegzuschnappen, das war wie Fangen spielen, nur im Haus. Leider hat er das irgendwann auch geschafft. Da habe ich dann noch ein wenig mit meinen Stofftieren gespielt, bevor ich dann mal eine halbe Stunde geknackt habe (das nennt sich Umgangssprache und bedeutet bei den Menschen wohl "geschlafen"). Manche Sachen sind bei den Menschen ja wohl etwas seltsam.

Als ich wieder wach war, war der Chefe weg. Also eigentlich war er nicht weg, sondern nur woanders. Im Badezimmer. Da ist er in so eine Ecke gegangen, wo es von oben regnete (er war aber ganz ohne Sachen, die hatte er vorher wohl ausgezogen). Komische Sache das. Ich habe dann zugesehen, wie er sich in den Regen gestellt hat (Wasser von oben? Lieber nicht!) und dann hat er einen Vorhang zugezogen, so dass ich ihn nicht mehr im Blick hatte. Wie soll ich denn so auf ihn aufpassen?
Gottseidank ist nichts Schlimmes passiert. Er kam nach einiger Zeit wieder raus und sah ganz normal aus. Dann hat er sich wieder irgendwelche Dinger angezogen und ging dann mit mir nach draußen.

Er lief direkt zu dem Auto, in das mich die Chefin schon mehrmals hineingetragen hatte, weil ich ja noch nicht soviel und so hoch springen soll. Und als er die Tür aufgemacht hat, wollte er mich auch da hinein tragen. Aber nicht mit mir. Der kann das ja vielleicht gar nicht richtig. Also bin ich an ihm vorbei und Hopp! war ich im Auto. Ich weiß gar nicht, warum er danach so laut gelacht hat, aber wenn ihm das gefallen hat, versuche ich's bestimmt bald wieder.
Wir sind dann Brot kaufen gefahren, das heißt, er ist natürlich gefahren (ich kann das ja gar nicht) und ich war nur dabei. Irgendwann ist er ausgestiegen aus diesem kleinen Auto und ich musste drin sitzen bleiben. Ich habe ihn aber ganz genau beobachtet und nicht aus den Augen gelassen, er war nämlich in einem Haus mit einer Glastür und ich konnte ihn die ganze Zeit sehen. Cool, gelle?
Wieder zu Hause brauchte ich dann natürlich erstmal eine ordentliche Mütze voll Schaf. Und die habe ich mir auch genommen.

Dann war Besuch da. Ein Nachbar, der schon von mir gehört, mich aber noch nicht gesehen hatte, wollte mich kennen lernen. Friedhelm heißt der, obwohl er gar keinen Helm, sondern eine Mütze aufhatte. Er war ganz nett, er hatte auf jeden Fall Leckerlis dabei, die haben echt gut geschmeckt. Ich habe ihn ein bisschen belästigt, indem ich ihn angehüpft und an ihm geknabbert habe. Aber das mochte er scheinbar nicht und hat mich weggeschubst. Und der Chefe, der fand das auch noch gut, der Verräter. Auf jeden Fall muss ich mir das Gesicht vom Friedhelm merken, wenn der immer sowas feines dabei hat, könnte es ja sein, dass ich dann was davon abkriege!

Nachmittags war ich dann zum zweiten Mal in der Hundeschule. Wir gehen da jetzt noch öfter hin. Ich habe mich angestrengt, mich gut zu benehmen und alles ganz gut gemacht. Die Chefin hat mich einmal sogar am Zaun festgebunden und ist dann ein paar Meter weggegangen, ohne mich eines Blickes zu würdigen. Na sowas. Sehr seltsam. Aber die anderen Hunde waren auch alle am Zaun angebunden, die Hundelehrerin hatte gesagt, dass alle das machen sollen. Und dann hat sie uns beobachtet.

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Hier seht ihr mich beim lernen!


Das war eine ganz harte Übung, weil wir uns eigentlich still verhalten sollten. Das haben aber nicht alle geschafft und ich habe auch ein wenig gejammert. Gottseidank war dann aber alles schnell wieder vorbei und es gab Lob und Leckerlies. Eigentlich ist Hundeschule gar nicht so schlecht.

Zu Hause habe ich noch eine Zeitlang gebraucht, wieder Ruhe zu finden, aber irgendwann hat auch das geklappt.

Mo., 29.09.25

Heute bin ich erst um halb Acht aufgestanden. Der Chefe hat sofort eine Runde mit mir gemacht, danach gab's Frühstück. Und dann hat er mich über 10 Minuten lang ganz allein gelassen. Ich habe mir derweil aber ganz allein die Zeit vertrieben und ein wenig an den Hausschuhen der Chefin gelutscht.

Um 10:30 Uhr hatte ich dann ein Date. Mit Mali. Die hatte ich ja vor ein paar Tagen kennengelernt und wir hatten da schon genausoviel Spaß wie heute.

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Mali und ich!


Bis mittags habe ich mir dann die Zeit im Garten mit Buddelei vertrieben, zum Leidwesen des Chefes, der mir das immer madig machen will. Zwischendurch musste ich mich hinsetzen, wieder aufstehen, irgendwo hinkommen und sowas alles. Ich hab's dann immer gemacht, schließlich sprangen ein paar Mal Leckerlies dabei raus. Und Pausen hat es ja auch gegeben, so ist das ja nicht.

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Man will es ja in der Pause auch mal bequem haben!


Nachmittags ging es dann mit dem kleinen Auto in die Stadt, Besorgungen machen. Dabei musste ich immer im Auto bleiben umd die beiden Chefes verschwanden jeweils in so großen Häusern. Ich glaube, die wollten testen, wie ich so drauf bin, wenn ich allein im Auto bleiben muss. Ich habe aber den Braten gerochen und ihnen keinerlei Anlass zur Aufregung gegeben. Das hebe ich mir mal für ein andermal auf.

Zu Hause hat die Chefin noch eine Weile mit mir "Sitz" und "Komm" geübt. Ich habe dabei mitgemacht, obwohl das natürlich nur Ablenkung vom Buddeln sein sollte. Als ob ich das nicht gemerkt hätte, ich bin doch nicht blöd!

So., 28.09.25

Früh aufgestanden: wie immer. Kurzer Toilettengang: wie immer. Frühstück: wie immer.
Aber dann ging's los. Ich bin bei den Kläfftrefflern eingeführt worden. 15 Minuten sind wir zusammen spaziert. Mit neun anderen Hunden.

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Mit den Kläfftrefflern unterwegs


Das war ein großes Hallo! Dann haben wir aber umgedreht und es ging zurück nach Hause.
Dort hatte sich schon Besuch angemeldet: Damon (der Schollie, siehe Dienstag) und Merlin (ein Adeliger: Prinz-Charles-Spaniel) nebst ihren Chefes wollten mich beide kennenlernen. Die waren ja dann auch da und wir haben uns amüsiert. Zuerst nur mit Damon, aber der ist ja schon richtig alt und kann auch nicht mehr so wie er will. Und das hat er mir auch gezeigt. Da hatte ich dann auch etwas Respekt vor dem Kerl. Und Merlin hat nix anderes im Kopf, als zu buddeln. Nun gut. Das war aber trotzdem schön. Und die Chefin vom Merlin fand meine Denkerstirn mit den Falten ganz witzig und meinte, damit das nicht zu viele werden, soll mein Chefe mir doch Faltencreme besorgen! Na sowas aber auch!

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Faltencreme? Dass ich nicht lache!


Dann ging es mittags zu Balu, dem Labbi, den ich ja schon vom Sonntag vor einer Woche kenne, den haben wir ja beim Spaziergang am Rhein schon getroffen. Und zuerst sollte ich im Anhänger hinter dem Fahrrad mitfahren. Das haben die Chefes dann auch probiert. Da wollte ich aber fast die ganze Zeit wieder raus und deshalb haben die Chefes auch umgedreht, sind nach Hause zurückgefahren und dann mit dem Auto zu Balu. Tel Aviv! So ist das nunmal!
Und zu guter Letzt bin ich dann zu Hause noch auf Käthe getroffen, meiner Nachbarin (Rauhaar-Dackeldame, minigroß, also megaklein).
Da hat's mir aber auch gereicht für heute und ich bin dann zu Hause in einen komatösen Tiefschlaf gefallen.
Toller Tag!

Sa., 27.09.25

Morgens gab es einen gemeinsamen Spaziergang, auf dem ich schon wieder in den Feldern war und einen Hund kennengelernt habe.

Mittags war dann Familienbesuch bei uns zu Hause. Oma kannte ich ja schon, aber Charlotte wurde mir erstmals vorgestellt. Die waren beide ganz nett, haben mir aber genau wie die Chefes kein bisschen was vom Kuchen abgegeben. Egoisten waren das! Pah! Ich habe mich derweil im Garten an fünf Stellen mit buddeln beschäftigt, was dem Chefe gar nicht gefallen hat. Er hat mich dann immer weggejagt. Hei, das hat Spaß gemacht: Chefe anlocken durch anfangen zu buddeln, weglaufen und woanders neu anfangen! Hihi, das war wie Fangen spielen!

Und abends war dann schon wieder Besuch da. Die sind dann auch noch etwas länger geblieben. Ich war hinterher so müde, dass ich auf der Terrasse schön zugedeckt über zwei Stunden neben denen gepennt habe. Irgendwann kam dann Action auf, alle standen auf und der Besuch ging wieder. Die Chefes haben dann angefangen, aufzuräumen und ich bin dann im Wohnzimmer verschwunden, wo ich Hundeyoga gemacht habe.

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Meine Yogaübung


Und mitten in der Nacht ging es dann ins richtige Bettchen. Neenee, nicht was ihr denkt, in mein Hundebettchen ging's. In das große Bett (und ja auch auf die Couch) darf ich ja hier nicht rein. Da werde ich immer weggeschubst, das wollen die Menschen hier nicht. Komisch, dass es so Unterschiede gibt bei den Menschen, bei meiner ersten Familie habe ich das noch gedurft! Aber egal. Hier ist es ja auch überall ganz gemütlich!

Fr., 26.09.25

Die Chefin war morgens allein mit mir unterwegs, weil der Chefe irgenwas anderes zu tun hatte. Als er wieder da war, sind wir mit dem kleinen Auto (ja, sowas gibt es hier auch) weggefahren und waren dann schon wieder in so einem tollen Laden, wo es fast nix anderes als Hundefutter und Leckerlies gibt. Auch in dem Geschäft hat mir eine freundliche Frau wieder was zum schlickern gegeben. Solche Ausflüge können wir meinetwegen jeden Tag machen!

Abends war ich dann zum ersten Mal mit ganz vielen Hunden vom Kläfftreff unterwegs. Die nennen sich "Die Freitagsrunde" und gehen immer um 17:00 Uhr gemeinsam spazieren. Zum Kennenlernen war ich dann diesmal dabei und wir sind so 10 Minuten mit denen gelaufen.

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Hier unterwegs mit den Hunden der Freitagsrunde


Das war toll! Alle durften ohne Leine laufen und es waren, junge, alte, kleine und große Hunde dabei. Jubel! Weil ich aber noch wachse, durfte ich nur ein paar Minuten mit und zusammen mit dem Rückweg waren wir ungefähr 25 Minuten lang unterwegs. Aber egal. Hat auch Spaß gemacht!

Do., 25.09.25

Nach der Morgenrunde war heute spielen angesagt. Mit meinem roten Ball bin ich durch den Garten getollt. Hurra! Danach war dann wieder ausruhen angesagt. Mit Decke über dem Kopf! Gemütlich.

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Ballspiele im Garten


Mittags habe ich dann in den Feldern Mali kennengelernt. Die hat mit mir gespielt und getobt und wir haben sofort einen Termin für den nächsten Montag abgemacht. Da treffen wir uns dann und toben weiter. Da freue ich mich jetzt schon ganz dolle drauf!

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Mali, meine neue Freundin


Nachmittags haben wir uns dann in einem Laden nach diesen Hundeanhängern umgesehen, weil der alte etwas lädiert ist. Wir sind aber nicht fündig geworden. Aber der Laden war suuuuperinteressant: der hieß "Freßtopf" oder so und war voll mit Leckerchen und Futter und es hat dort überall ganz aufregend gerochen. Und ich habe dort sogar ein Hasenohr zum knabbern gekriegt! Und einen Papagei hatten die auch, der hat ab und zu ganz übel laut gekräht! Wahrscheinlich, weil er doof findet, dass er so ganz alleine ohne Mamagei da im Laden sitzen muss! Wer weiß!

Abends habe ich dann beim Fernsehen geträumt. Nicht dass ihr mich falsch versteht, ich kucke kein Fernsehen, irgendwie gibt mir das nix. Aber wenn das so im Hintergrund läuft, dann kann man dabei ganz klasse schlafen. Und dabei habe ich irgendwas geträumt. Dann bewege ich mich im Schlaf manchmal so, als würde ich gerade hiter anderen Hunden herlaufen. Das sieht bestimmt ganz komisch aus!

Mi., 24.09.25

Irgendwie scheinen sich diese Menschen, meine offensichtlich neuen Chefes, ja doch Sorgen um mich zu machen und deswegen haben sie morgens das Erbrochene nochmal untersucht. Das war ihnen ja auch nachts schon seltsam vorgekommen. Und siehe da: es war eine Socke, noch aus Duisburg! Welch Glück, dass da nicht mehr passiert ist.

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Sowas kann man doch gar nicht fressen, oder? Ich hab's probiert, es geht!


Der Tag verlief dann eigentlich recht normal (wobei ich ja noch gar nicht weiß, was hier "normal" bedeutet). Es gab ein paar Verwandtschaftsbesuche und auch Leute, die am Sontagabend auch in Duisburg gewesen waren, kamen zu uns zu Besuch. Ich lerne im Moment hier alle möglichen Hunde und Menschen kennen, die kann ich perhauptz noch gar nicht auseinanderklabüsern! Und wir sind heute alle zusammen, also die Chefin, der Chefe und ich, spazieren gegangen. Da bin ich auch das erste Mal durch die Unterführung in die Felder gegangen. Da ist ja alles richtig aufregend, da fährt, wie in meinem neuen Zuhause, ab und zu so ein großes, rotes Ungetüm vorbei und rauscht ganz doll. Die Menschen nennen das Dings Zug. Außer dass es etwas Radau macht, beeindrückt mich das aber auch nicht weiter.

Und dann hat der Chefe einen Anhänger aufgebaut. Der ist für diese seltsamen Fahrräder, mit denen die Menschen sich schneller bewegen, ohne zu laufen. Und da hängen die so Dinger mit Rädern dran, wo man drin sitzen kann. Ich habe schon welche mit kleinen Menschen drin gesehen und der, der jetzt im Wohnzimmer steht, der ist nur für mich. Na und da lag ein Leckerlie drin, das habe ich mir dann auch sofort da rausgeholt. Kurz darauf bin ich dann in das Anhängerdings rein und habe es mir auf der weichen Matte darin gemütlich gemacht. Da lässt es sich drin aushalten. Top!

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Eigentlich ganz komfortabel!

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Rasenmäher sind interessant ...

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... und Besen sind doof!


Abends dürfen hier dann immer alle auf's Sofa, nur ich nicht. Doof! Echt! Ich muss dann immer auf so ein dickes Kissen vor der Couch, werde dann dort aber zugegebenermaßen ständig geherzt und gestreichelt. Auch am Mittwoch.

Bettzeit: wie die Tage zuvor. Inzwischen war mir abends die Lust vergangen, ins Bett zu den Chefes zu gelangen. Das, so beschloss ich, verschiebe ich ab sofort auf morgens!

Di., 23.09.25

Über Nacht hatte ich ja dann ganz viel Zeit zum Nachdenken und irgendwann schwante mir was: das ist hier mein neues Zuhause! Offensichtlich muss ich mich jetzt damit arrangieren. Nun gut, da habe ich den beiden Menschen erst mal gezeigt, wie so ein Tag bei mir morgens abläuft. Was soll ich sagen: hat geklappt. Im Garten habe ich erst mein kleines und auf dem Spaziergang dann mein großes Geschäft erledigt und danach habe ich mir erstmal den Bauch vollgeschlagen.
Und nach ein wenig Chillpause ging es dann zu einer Tierdokterin, die wohl jetzt mein neuer Hausarzt werden soll. Lustig war's dort und jetzt weiß ich auch, dass ich schon 22,4 kg wiege (unfaire Meßmethode, die haben mein Geschirr und das Halsband mitgewogen! Echt jetzt, gemein!).
Hinterher waren wir dann noch bei Damon, einem Schollie (also ein Schäferhund-Collie-Mix, über 13 Jahre alt). Der war der beste Kumpel meines Vorgängers Henk und er und sein Chefe wollten mich kennenlernen. Hat geklappt.

In der Zwischenzeit war ich bereits in Coesfeld angemeldet und sogar auch gleich versichert worden. Derweil habe ich ein Mittagsschläfchen gehalten.

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Mittagsschläfchen mit Decke


Und dann kam das Allerschärfste: nachmittags ging es dann in eine Hundeschule in die Junghundklasse und ich musste plötzlich sitzen, stillhalten, an der Leine laufen und vor allem alle anderen Hunde in Frieden lassen. Wie soll denn das gehen? Wo die doch alle so fein riechen!
Leider hat der Chefe total vergessen, von meinem ersten Schultag Bilder zu machen, so angespannt war der. Darum gibt's jetzt hier auch keins. Schade!

Abends durfte ich dann noch mehrmals raus in den Garten. Die scheinen meine Hinweise darauf, dass ich mal für kleine Hunde muss, ganz gut zu verstehen.

Den Ärger mit der langen Überredungszeit bezüglich der Bettruhe habe ich mir dann gespart und bin direkt ins Körbchen gehüpft.

Gegen 03:00 Uhr habe ich dann nochmal für Aufregung gesorgt und ins Körbchen gegöbelt. Das wurde wieder saubergemacht und dann war Ruhe bis morgens.

Mo., 22.09.25

Morgens ist meine Duisburger Chefin dann mit mir noch einmal spazieren gegangen. Und als wir wiederkamen, waren da schon wieder diese Leute vom Vorabend.
Ich bin dann mit List und Tücke in das große Auto mit Küche, Betten und Klo gelockt worden, erst einmal wieder rausgehüpft und dann beim zweiten Mal hat man mich im Auto festgehalten und einfach die Türe geschlossen. Das war 'ne astreine Freiheitsberaubung, war das, jawohl ja! Frechheit!
Die haben dann mein gesamtes Hab und Gut, also meine Decken, Leinen, Plüschtiere, das Spielzeug, ja sogar mein großes Körbchen (also eigentlich mein Korb, obwohl das ja auch nicht stimmt, ist ja eher ein Hundebett) noch in das Auto gepackt und sind dann mit mir einfach weggefahren. Mein alte Chefin war dabei ganz traurig und sie hat mir ja wohl auch leidgetan.
Ich habe dann erst 10 Minuten lang geweint und an der Tür gestanden, bin dann aber zu der Frau auf den Beifahrersitz geklettert. Weil das aber sehr unbequem war (ich hatte ja kaum Platz, weil ich ja schon so groß bin), habe ich mich dann für ein Schläfchen im Hundebett entschieden.

Tja, und was soll ich sagen, am Ende der Fahrt waren wir plötzlich ganz woanders.

In Coesfeld. Sowas! Dort habe ich erstmal zwei Nachbarn begrüßt und dann Haus und Hof ganz gründlich abgeschnuppert. Ich bin dabei aber vorsichtshalber immer in der Nähe der beiden Menschen geblieben und habe nichts weiter allein unternommen. Sicher ist sicher!

Ich habe dann meine tollen 10 Minuten gekriegt und war danach fertig wie ein Brot. So sagen die Menschen manchmal, wenn man von irgendetwas total geschafft und müde ist.
Darum habe ich auch erstmal eine Stunde lang in meinem Körbchen geschlafen. Diese Leute haben gesagt, ich sei ein würdiger Henknachfolger, was immer das auch sein mag. Ich glaube, dass das was mit meinem Vorgänger zu tun haben könnte.

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Mittagsschläfchen ohne Decke


Später kam dann Besuch: Emma, eine Australian Shepherd-Hündin stand plötzlich nebst ihrem Chefe im Garten und ich war wohl die Attraktion. Und eine Freundin der Menschen, die dort wohnen, kam auch und begutachtete mich von oben bis unten. Die waren aber allesamt ganz nett. Kann man nicht anders sagen.

Spätnachmittags gab es dann einen ersten kleinen Gang in meiner neuen Nachbarschaft, weiter in Richtung Felder gehen wollte ich da aber nicht..
Auf dem Rückweg begegneten wir vielen Nachbarn, die mich und ich sie allesamt freudig willkommen hießen.

Abends gab es nach dem Futter dann noch einen kleinen Spaziergang, wieder zu Hause gab es etwas Spielerei und anschließend war dann Ruhe angesagt.

Sämtliche Versuche, aufs Sofa zu gelangen, wurden durch die Leute sofort unterbunden, das fand ich doof. Die schubsten mich einfach immer wieder runter. Aber nicht mit mir. Wenn die mir das abgewöhnen wollen, wird das aber ein hartes Stück Arbeit. Naja, ich habe mich dann halt wieder in meinem Körbchen niedergelassen und etwas geschmollt.

Das Gleiche dann abends. Alles ging zu Bett und ich durfte nicht rein! Unverschämtheit. 10 Minuten haben die versucht, mich in ein Hundebett neben dem großen Bett zu kriegen. Irgendwann war ich es aber leid und hab ihnen den Gefallen getan und mich dort hingelegt. Und bis morgens um 07:00 Uhr habe ich sie dann auch in Frieden schlafen lassen.

So., 21.09.25

Das war ein Ding! Am Sonntagabend ist meine alte Familie mit mir zum großen Wasser, dem Rhein, gefahren und dort habe ich neue Leute kennengelernt. Die sind dann alle mit mir spazieren gegangen und wir hatten Spaß. Die Menschen haben sich dauernd über mich und andere Ridgebacks unterhalten, aber ich habe nicht richtig verstanden, über was genau man geredet hat.